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Privathaftpflichtversicherung



Die wichtigste aller Versicherungen überhaupt ist wohl die Privathaftpflichtversicherung. Trotzdem diese Versicherung gesetzlich nicht erzwungen wird, sollte ein jeder Mensch diese abschließen. Denn im Schadensfall kommt die Privathaftpflichtversicherung für alle entstandenen Schäden auf.
Jeder, der anderen Menschen einen Schaden zufügt, sei es ein Sachschaden, ein Personenschaden oder ein Vermögensschaden, muss dafür auch haften – und zwar unbegrenzt mit seinem gesamten Vermögen. Im schlimmsten Fall, wenn ein Personenschaden vorliegt, also eine andere Person verletzt ist, muss man für deren Behandlungskosten, evtl. Reha-Maßnahmen und auch den Verdienstausfall aufkommen. Hinzu kommen evtl. noch Schmerzensgeld oder gar lebenslange Rentenzahlungen. Bei Personenschäden kommen so schnell einige Millionen Euro an Kosten zusammen. Diese zu zahlen, das kann wohl kein normal verdienender Mensch. Dafür würde er bis an sein Lebensende aufs Existenzminimum gepfändet und auch dann wäre der Schaden noch nicht vollständig ersetzt worden.
Um diesen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, sollte man deshalb unbedingt eine Privathaftpflichtversicherung abschließen. Denn sie übernimmt die Kosten bei solchen Personenschäden. Ebenfalls kommt sie für Sachschäden auf, also wenn man beispielsweise die Vase der Großmutter, ein besonders wertvolles Familienerbstück, zerstört. Bei Vermögensschäden, die man anderen zufügt, muss die Privathaftpflichtversicherung ebenfalls zahlen.
Beim Abschluss des Vertrages ist darauf zu achten, welche Deckungssummen vereinbart werden. Denn diese können teils unterschiedlich sein. Für Personenschäden sollte man mindestens 5 Millionen Euro pro Schaden vereinbaren. Vermögensschäden sind dagegen schon mit 100.000 Euro gut abgesichert.
Bei der Privathaftpflichtversicherung sind aber einige Schäden auch grundsätzlich von der Versicherung ausgeschlossen. Welche das sind, erfährt man in den jeweils gültigen Versicherungsbedingungen. So wird es z. B. fast nie mit versichert, wenn man vorsätzlich anderen einen Schaden zufügt. Auch der Schaden, den eine mitversicherte Person dem Versicherungsnehmer zufügt, wird nicht ersetzt. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Kind die Brille des Vaters zerbricht.
Für alle anderen, nicht vorsätzlich herbei geführten Schäden muss die Versicherung jedoch in jedem Fall aufkommen. Dabei sind hier auch Schäden, die durch Kleintiere entstehen, mit versichert. Zu diesen Tieren gehören Katzen, Hamster, Vögel oder Meerschweinchen. Der Hund, das Pferd oder die Schlange dagegen sind nicht in der Privathaftpflichtversicherung versichert. Für diese Tiere muss eine gesonderte Police aus dem Bereich der Tierhalterhaftpflichtversicherungen abgeschlossen werden.
 
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