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Lebensversicherungen



Viele haben sich in den letzten Jahren die Frage gestellt, ob Lebensversicherungen wirklich noch zeitgemäß sind. Der Kapitalmarkt hat sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte sehr stark verändert, es gibt heute andere Anlageformen und -möglichkeiten wie noch vor vielen Jahren. Auch die Zinssätze für das Sparen haben sich sehr verändert, die Zinsen für normale Sparkonten sind sehr gesunken, statt dessen sprossen überall Aktiendepots, Fondsanlagen und Tagesgeldkonto auf den Finanzmarkt. Für den Laien ist es oft schwer, sich hier wirklich einen Durchblick zu verschaffen. Aber wenn man sich ein wenig damit befasst, werden die Dinge einfacher und weitaus verständlich als auf den ersten Blick gedacht.
Lebensversicherungen unterscheiden sich vor allem in zwei Bereichen, das eine sind die sogenannten Risikolebensversicherungen, das andere Kapitallebensversicherungen. Risikolebensversicherungen sind rein dafür ausgelegt, im Todesfall die nächsten Angehörigen oder den Partner bzw. die Partnerin versorgt zu wissen. Sie erwirtschaften für den Versicherungsnehmer keinerlei Kapital und sind deshalb recht günstig, auch wenn sich ein Vergleich mehrerer Versicherungen vor Abschluss eines Vertrags über eine Lebensversicherung finanziell sehr lohnend sein kann.
Kapitallebensversicherungen sind sehr unterschiedlich gefasst, die einen haben sehr geringe Versicherungsbeiträge, erwirtschaften aber möglicherweise dennoch viel Kapital, da der größte Teil der Beiträge, abzüglich der Versicherungsgebühren und der Verwaltungskosten, in Aktienfonds angelegt wird. Dies kann man aber nicht von vorneherein wissen, da die Versicherungsunternehmen in diesem Fall zwar Prognosen für die Gewinnerwartung aufstellen, sich diese aber nicht bewahrheiten müssen und es evt. bei Ende der Versicherungslaufzeit nur zur Auszahlung der Garantiesumme kommt.

Wie Risikolebensversicherungen so enthalten auch Kapitallebensversicherungen eine Sterbegeldversicherung, dies ist sehr praktisch, da keine neue derartige Versicherung abgeschlossen werden muss. Man muss hierbei jedoch sehr auf die Kosten achten, da eine Zusammenlegung der Versicherung manchmal teurer sein kann wie zwei verschiedene Versicherungen nebeneinander.
Oft wird auch gefragt, ob sich eine Lebensversicherung als Ausbildungsversicherung eignet. Dies kann man nicht pauschal bejahen oder verneinen. Hierbei kommt es auf sämtliche Kriterien an, die eine Kapitallebensversicherung bietet. Eine Risikolebensversicherung ist in keinem Fall als Ausbildungsversicherung geeignet.
Bei der Kapitallebensversicherung als Ausbildungsversicherung sollte darauf geachtet werden, dass es möglichst viel garantiertes Kapital gibt, das nach Ablauf der Versicherung ausgezahlt wird. Hierbei sollte darauf geachten werden, dass man lieber ein bißchen mehr zahlt und ein oder zwei Jahre länger, dafür aber auch eine garantierte Summe erhält.

Eine Lebensversicherung kann man sogar verkaufen. Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung, bei der dies nicht möglich ist, da ja keinerlei Kapital angespart wird, ist dies bei der Kapitallebensversicherung möglich. Man verkauft die Lebensversicherung dann entweder an den Konzern selbst zurück, bei dem man die Versicherung abgeschlossen hat oder wendet sich an Versicherungsmakler, die evt. ein bißchen mehr zahlen beim Ankauf.
Man sollte hierbei jedoch wissen, dass man so oder so wenig davon hat, wenn man dies in den ersten Jahren der Lebensversicherung macht. Je länger Laufzeit inzwischen vergangen ist und je näher der Auszahlungstermin rückt, desto höher ist der Kapitalauswurf beim Verkauf. Man muss Lebensversicherungen jedoch nicht zwangsläufig verkaufen, man kann sie auch beleihen, dies ist jedoch von Versicherungsunternehmen zu Versicherungsunternehmen sehr unterschiedlich und hier ist auf jeden Fall vor Abschluss der Lebensversicherung auch in dieser Hinsicht ein Vergleich mehrerer Versicherungen und mehrerer Versicherer notwendig.

 
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