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Gesetzliche Krankenversicherung



Das Kürzel GKV steht für die gesetzliche Krankenversicherung. Sie wurde im Prinzip schon 1883 durch Bismarck eingeführt und zählt heute zu einer der wichtigsten Säulen unserer Sozialversicherungen. In der GKV sind dabei fast 90 % aller Bürger versichert.
Grundsätzlich fallen alle Arbeitnehmer in die GKV und müssen sich hier pflichtversichern. Dabei gilt das Prinzip der Solidarität und des gemeinsamen Aufbringens der Beiträge. Das heißt, jeder Versicherte erbringt nur den Beitrag, den er auch leisten kann.
Die Beiträge zur GKV werden dabei jeweils hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen und errechnen sich als prozentualer Anteil vom Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers.
Die Leistungen der GKV sind dabei für alle Versicherten gleich. Das heißt, es wird niemand bevorzugt oder benachteiligt, nur weil er einen höheren oder niedrigeren Beitrag zur GKV leistet. Hausfrauen und Kinder werden meist kostenfrei in der Familienversicherung mit versichert.
Die zentrale Aufgabe der GKV ist es, für die Gesundheit ihrer Mitglieder zu sorgen. Dafür muss sie die Kosten, die für einen Arztbesuch anfallen und teilweise auch Kosten für Medikamente übernehmen.
Da diese Kosten zu hoch wurden, wurde die Gesundheitsreform beschlossen, die die GKV durch höhere Zuzahlungen der Versicherten entlasten sollte. Der Versicherte selbst muss dabei bei einem Arztbesuch nicht in Vorleistung treten. Das heißt, die Kasse rechnet direkt mit den Ärzten ab.
Damit dies möglich ist, muss sie mit den jeweiligen Ärzten Verträge abschließen, was meist zwischen den Spitzenverbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung geschieht.
Eine weitere wichtige Aufgabe der GKV besteht darin, die Beiträge für alle anderen Zweige der Sozialversicherung einzuziehen. Das heißt, Arbeitgeber müssen die Beiträge für Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung direkt an die jeweiligen Krankenkassen zahlen. Von dort aus werden die Beiträge dann den einzelnen Stellen gezahlt.
Um Beiträge zu sparen, kann es sich für den Arbeitnehmer auch lohnen, seine Krankenkasse zu wechseln. Mittlerweile gibt es mehr als 200 verschiedene gesetzliche Krankenkassen, die sich mehr oder minder nur durch ihren Beitragssatz unterscheiden. Doch einige bieten auch schon Leistungen, die andere Kassen noch nicht mit in den Leistungskatalog aufgenommen haben, wie etwa die Akupunktur, an.
Um die für sich günstigste Krankenversicherung zu finden, sollte man deshalb nicht nur auf den Beitragssatz, sondern auch auf den jeweils gültigen Leistungskatalog der einzelnen Kassen achten.
 
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