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Gesetzliche Rente



Die gesetzliche Rente war ursprünglich der einzig nötige Baustein für die Altersversorgung. Sie beruhte seit jeher auf einem Generationenvertrag. Das heißt, die heutigen Arbeitnehmer zahlen in die Rentenversicherung Beiträge ein. Von diesen Beiträgen werden die heutigen Rentner ihre Renten erhalten. Einst hatte dieses System gut funktioniert. Ausreichend Kinder wurden geboren und arbeiteten entsprechend.
Doch schon heute müssen 100 Arbeitnehmer für 50 Rentner aufkommen. Innerhalb der nächsten Jahre wird sich die Situation drastisch verschlechtern, sodass auf 100 Arbeitnehmer schon bald mehr als 80 Rentner kommen. Eine Aufrechterhaltung der heute gezahlten Renten kann so nicht mehr gewährleistet werden. Denn aus den Einnahmen können keine Rücklagen gebildet werden. Einziger Ausweg: Die Beiträge müssten erhöht und die Renten gekürzt werden. Das heißt, der Lebensstandard kann im Alter allein durch die gesetzliche Rente nicht mehr finanziert werden.
Vielmehr muss man weitere Vorsorge leisten, indem man auch private Rentenversicherungen abnschließt.
Die gesetzliche Rente bietet aber nicht nur die weit bekannte Altersrente. Diese erhält man derzeit noch ab dem 65. Lebensjahr, wobei dieses Alter auch stückweise angepasst werden soll, bis es auf 67 Jahre gestiegen ist.
Man kann zwar auch früher in Rente gehen, doch muss man dann auch mit teils erheblichen Abzügen rechnen. Daneben zahlt die gesetzliche Rentenversicherung auch für Hinterbliebene. Hier findet man die Witwer- und Witwenrenten als bekanntestes Beispiel, doch auch Waisen- bzw. Halbwaisenrenten gehören dazu.
Um schon frühzeitig zu erkennen, in welcher Höhe man später eine Rente erhält, werden regelmäßig Rentenmitteilungen versandt. Die Kontenklärung bei der gesetzlichen Rente dagegen gilt vor allem für die Bürger der neuen Bundesländer. Diese hatten zu DDR-Zeiten nur ein SV-Buch, dessen Daten nicht automatisch an die heutigen Rentenanstalten übermittelt wurden.
Deshalb müssen sie innerhalb einer so genannten Kontenklärung nachgetragen werden, um eine realistische Renteneinschätzung und -berechnung zu gewährleisten.
Während der Zahlung der gesetzlichen Rente darf man sich auch einen gewissen Betrag hinzu verdienen. Wird er jedoch überschritten, so muss man sich diesen Betrag auch auf die Rentenzahlung anrechnen lassen und hinnehmen, dass diese entsprechend gekürzt wird.
Für die Rentenberechnung spielen die Beitragszeiten eine wichtige Rolle. Dies sind alle Zeiten, in denen man Beiträge in die gesetzliche Rente eingezahlt hat. Dazu zählen auch die Zeiten, in denen man arbeitslos war. Kindererziehungszeiten, in denen keine Beiträge abgeführt wurden, werden allerdings auch mit eingerechnet.
Sie werden mit einem pauschalen Beitrag berechnet und gelten meist für drei Jahre.
 
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