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Berufsunfähigkeitsversicherung



Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu denjenigen Versicherungen, die in der letzten Zeit eine immer wichtigere Rolle spielen.
Die Zahl der Personen, welche Berufs bzw. erwerbsunfähig werden, hat in den letzten Jahren leider immer mehr zugenommen.
Wurden in früheren Zeiten zum größten Teil Menschen über 55 Jahre berufsunfähig, so sind heutzutage auch viele Personen unter diesem Alter betroffen und sogar zum Teil erheblich jünger.
Zudem tritt die Berufsunfähigkeit nicht mehr nur in bestimmten Berufsgruppen auf, welche z.B. schwer körperlich arbeiten müssen (Bauarbeiter etc.), sondern auch immer mehr Menschen in Büros werden davon betroffen. Rücken und Nackenleiden sind mittlerweile mit die häufigsten Ursachen für den Eintritt der Berufs und Erwerbsunfähigkeit.
Da man vom Gesetz her nur eine relativ geringe Summe vom Staat im Falle der Erwerbsunfähigkeit erhält, wird die private Vorsorge also immer wichtiger. Aus diesem Grunde bieten viele Versicherungen die Berufsunfähigkeitsversicherung an. Die Berufsunfähigkeitsversicherungen sind als Ergänzung zur staatlichen Absicherung gedacht und bieten sogar noch einen weiterreichenden Schutz bzw. Absicherung an. Man sollte allerdings beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung auf einige Punkte achten, damit die gewünschte Absicherung für den Schadensfall auch so in Kraft treten kann, wie man sich das vorgestellt hat und wie es zur individuellen Situation passt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird entweder im Rahmen einer Lebensversicherung oder als eigenständige, einzelne Versicherung angeboten. Grundsätzlich ist ein wichtiger Aspekt, auf den rechtlichen Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeit und einer Erwerbsunfähigkeit zu achten. Im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung spielt hierbei das abstrakte Verweisungsrecht eine Rolle.
Sie sollten bei Abschluss des Versicherungsvertrages darauf achten, dass die Versicherungsgesellschaft auf dieses abstrakte Weisungsrecht verzichtet. Nur dann haben Sie wirklich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und keine Erwerbsunfähigkleitsversicherung.
Würde die Versicherungsgesellschaft nicht auf dieses Weisungsrecht verzichten, könnte folgender Fall eintreten : Sie werden in ihrem bisher ausgeübten Beruf als Maurer berufsunfähig.
Die Versicherung macht von ihrem Weisungsrecht Gebrauch und teilt Ihnen mit, dass Sie noch andere leichtere Tätigkeiten ausführen können, z.B. als Portier etc. und daher keinen Anspruch auf Leistung haben.
In diesem Fall hätte man faktisch keine Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und hätte dadurch keinen Vorteil mehr im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung.
Bei der staatlichen Versicherung erhält man ebenfalls erst dann eine Leistung, wenn man erwerbsunfähig und nicht "nur" berufsunfähig ist.

Neben dem Verzicht auf das abstrakte Weisungsrecht, spielt natürlich auch die Wahl der "richtigen" Höhe der monatlich zu erhaltenden Berufsunfähigkeits-Rente eine wichtige Rolle. Die Höhe der monatlichen BUZ-Rente sollte so gewählt werden, dass der bisherige Lebensstandard nicht gesenkt werden muss durch den Eintritt der Berufsunfähigkeit. Üblicherweise wählt man als Rentenhöhe den bisherigen Nettoverdienst abzüglich der evt. vom Staat zu erhaltenden Leistungen.
Ferner stellt sich auch die Frage, ob man einen dynamischen Beitrag wählen sollte. Der Gedanke rührt daher, dass es natürlich jedes Jahr eine gewisse Inflation gibt, und der heutige Euro in 10 Jahren weniger wert ist.
Durch den dynamischen Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird diese Inflation durch einen steigenden Beitrag und damit auch steigender Rente im Schadenfall ausgeglichen.
Insgesamt kann man sagen, dass Berufsunfähigkeitsversicherungen auf jeden Fall für jeden Arbeitnehmer eine sinnvolle Versicherung ist, da man durch sie das Risiko der Berufsunfähigkeit und deren erheblichen finanziellen Schäden bis hin zu Existenzbedrohenden Ausmaßen absichern kann.
Durch einen Unfall oder eine Krankheit kann im Grunde jeder Mensch von diesem Schicksal getroffen werden, und es sind leider in der Praxis auch immer mehr Personen von der Berufsunfähigkeit betroffen.

 
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