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Baukredit



Wer den Bau des Eigenheims plant, der wird nicht umhin kommen, auch einen Baukredit aufzunehmen. Dieser Baukredit will jedoch gut überlegt sein, denn nicht jedes Angebot eignet sich tatsächlich für den Einzelnen.
Zuallererst, am besten noch bevor man sich eine Immobilie aussucht, sollte man feststellen, wie viel diese überhaupt kosten darf. Dies geht am einfachsten, indem man seine Einnahmen den Ausgaben gegenüber stellt.
Das heißt, als Einnahmen zählen vorrangig die Einkünfte aus dem Job. Kindergeld und Unterhaltszahlungen hingegen sollte man nur dann einrechnen, wenn diese auch noch über einen langen Zeitraum gezahlt werden. Auch ein 13. Monatsgehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld zählen nur dann zu den Einkünften, wenn diese vertraglich so vereinbart sind, dass sie nicht gestrichen werden können.
Auf der Ausgabenseite finden sich die Kosten für Versicherungen, Kleidung, Sprit oder Kredite. Auch Unterhaltszahlungen an Ex-Partner oder Kinder aus einer anderen Beziehung sollte man hier mit einkalkulieren. Ebenso sind die Kosten für den täglichen Bedarf, für Lebensmittel, Strom usw. mit einzurechnen. Zieht man diese Ausgaben von den Einnahmen ab, so erhält man die maximale monatliche Belastung, also die maximale Höhe der Rate für die Rückzahlung des Baukredits.
Diese sollte man jedoch nicht unbedingt verwenden, um zu kalkulieren, sondern sicherheitshalber noch einen Abschlag abrechnen für unvorhergesehene Dinge. Erst dann kann man sagen, wie hoch die monatliche Rate für den Baukredit sein darf und anhand dieser fest stellen, wie hoch also der Kredit sein darf.
Doch auch wenn man die Kredithöhe auf diese Art und Weise errechnet hat, stellt diese nicht den Kaufpreis eines Hauses dar.
Denn dieser ist die eine Seite, hinzu kommen aber noch nicht unerhebliche Baunebenkosten, wie die Erschließung des Grundstücks, anfallende Gebühren für das Grundbuchamt und den Notar.
Der endgültige Betrag des Baukredits setzt sich aus all diesen Kosten zusammen, sodass man den Bedarf auch so errechnen sollte.
Danach kann man sich ein Grundstück oder eine Immobilie in dieser Preisklasse aussuchen.
Doch auch dann ist nicht das erstbeste Angebote tatsächlich immer das Ideale. Denn hier gilt wieder einmal mehr – Vergleichen lohnt. Der Baukredit bewegt sich oft in einer Höhe, an der man über viele Jahre, oft sogar Jahrzehnte abzahlen muss.
Man bindet sich mit dem Baukredit also über einen enorm langen Zeitraum. Deshalb gilt hier auch, dass der Vergleich besonders gründlich durchgeführt werden muss. Denn bereits Unterschiede beim Zinssatz, die erst an dritter oder vierter Stelle nach dem Komma auftreten, können leicht mehrere Tausend Euro betragen.
Gerade in der Niedrigzinsphase ist ebenfalls darauf zu achten, dass man eine möglichst lange Zinsbindungsfrist vereinbart. Auch Sonderzahlungen sollten jederzeit möglich sein, um den Baukredit evtl. noch vorzeitig ablösen zu können.
 
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