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Geschlossene Immobilienfonds



Unter dem Begriff geschlossene Immobilienfonds versteht man Fonds, die in Immobilien investieren, deren Investitionssumme jedoch bereits bei Auflage des Fonds festgelegt ist. Das heißt, hier gibt es eine bestimmte Summe, die erreicht werden muss.
Diese soll lt. Vorgabe durch eine bestimmte Anzahl Anleger erreicht werden. Sobald diese Summe bzw. die Anzahl der Anleger erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Das heißt, es werden keine weiteren Anleger mehr aufgenommen.
Im Gegensatz zu offenen Immobilienfonds wird bei geschlossenen Immobilienfonds meist nur in eine einzige Immobilie investiert. Bereits bei der Auflage des Fonds ist genau klar, um welche Immobilie es sich handelt.
Deren Zustand und auch die bis dato ausgehandelten Mietverträge mit zumeist sehr zahlungskräftigen Kunden werden im Emissionsprospekt eingehend dargestellt. Dabei wird auch aufgezeigt, über welchen Zeitraum die Mietverträge laufen und wie hoch die Mietzahlungen vereinbart wurden.
Zumeist werden hier Verträge über eine Laufzeit von 5 bis 10 Jahren abgeschlossen. So besteht für die Anleger eine recht langfristige Planungssicherheit. Abgesehen von dieser Planungssicherheit liegt der Vorteil darin, dass nur solvente Mieter in diesen Objekten aufgenommen werden.
Da aber geschlossene Immobilienfonds in den meisten Fällen über 15 bis 20 Jahre laufen, werden die anfangs abgeschlossenen Mietverträge häufig innerhalb der Laufzeit auslaufen. Dann ist die Frage, ob die bisherigen Mieter nochmals einen neuen Mietvertrag abschließen.
Tun sie dies nicht, kann es unter Umständen zu Leerständen kommen, bis neue Mieter gefunden werden. Und ob bei diesen noch die gleichen Mietpreise durchgesetzt werden können, bleibt ebenfalls fraglich.
Auch die Kosten für Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen werden im Laufe der Zeit zunehmen, sodass zum Ende der Laufzeit eines geschlossenen Immobilienfonds eher Verluste erwirtschaftet werden können.
Die Kündigung während der Laufzeit kann meist nur dann erfolgen, wenn man auch einen Käufer für seinen Anteil vorweisen kann. Ebenfalls ist es nötig, dass man sich die Zustimmung der Verwaltung holt, bevor man seinen Anteil kündigt.
Durch die fehlenden Barreserven im geschlossenen Immobilienfonds kann man deshalb nur bedingt kündigen.
 
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