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Geldanlage



Der Bereich der Geldanlagen ist sehr umfassend, da eine Vielzahl an Produkten zur Verfügung steht. So gibt es neben dem klassischen und risikolosen Sparbuch auch Festgeldanlagen sowie Anlagen in Investmentfonds und Beteiligungen. Alle diese Anlagen haben Vor- und Nachteile und weisen unterschiedliche Renditen, aber auch Risikostufen auf. Um einem Kunden das eine oder andere Produkt empfehlen zu können, benötigt ein Vermögensberater umfassende Daten zu bisherigen Anlagen und der persönlichen Risikoeinschätzung.
So sind Spareinlagen zwar ohne Risiko, dafür weisen sie auch nur geringe Renditen von derzeit rund 4% für eine einjährige Sparanlage aus. Kunden mit kurzfristigem Anlagehorizont bzw. für die Anlage liquider Mittel sind Geldmarktfonds bestens geeignet. Sie orientieren sich direkt am Geldmarkt, die Rendite ist mit denen von Tagesgeldkonten zu vergleichen. Risiken gibt es hier nicht.
Etwas risikoreicher ist die Anlage in Wertpapieren, wobei auch hier das Risiko vom jeweiligen Papier abhängig ist.
Anlagen mit geringem Risiko, jedoch auch nur geringer Rendite sind hierbei Rentenfonds. Sie investieren in festverzinsliche Wertpapiere. Ähnlich Sparbriefen weisen sie einen festen Zins sowie eine feste Laufzeit aus. Die Rendite dieser Fonds richtet sich demnach nach dem aktuellen Zinsniveau. In der Vergangenheit erzielten Rentenfonds durchschnittlich 2%-4% p.a. Rentenfonds sind aufgrund ihrer Risikostruktur für die mittelfristige Anlage zwischen 3 und 5 Jahren geeignet.

Deutlich risikoreicher sind Aktienfonds. Sie investieren, wie der Name schon sagt, in reine Aktienwerte. Diese weisen oft hohe Schwankungen auf, ebenso wie der Aktienfonds. Die Schwankungsbreite ist jedoch abhängig vom Markt, in dem investiert wird. So sind Standardwerte (Blue Chips) in ihrer Schwankung nicht so intensiv wie Werte zum Beispiel aus Osteuropa. Aktienfonds unterscheidet man prinzipiell nach der Region (Deutschlandfonds, europäischer Aktienfonds) oder nach der investierten Branche (Biotechnologiefonds, Rohstofffonds). Generell sind Branchenfonds als risikoreicher einzustufen, da sie abhängig von eben dieser Branche sind. Kann diese nicht, wie erwartet, hohe Renditen erzielen, können hohe Verluste auftreten.
Aktienfonds weisen durchschnittlich im 10-Jahres-Vergleich Renditen um 6%-9% p.a. aus, sollten jedoch, aufgrund der Schwankungsbreiten, wenigstens 5 Jahre gehalten werden. Eine Sonderstellung im Bereich der Investmentfonds nehmen Dachfonds ein. Sie investieren nicht wie Renten- oder Aktienfonds direkt in die jeweiligen Wertpapiere, sondern wiederum in Fonds. So können Dachfonds auch eine Mischung aus Renten- und Aktienfonds aufweisen. Diese sind dann auch für Anleger mit mittlerer Risikoneigung interessant.
Auch Hedge Fonds sind eine Besonderheit im Bereich der Investmentfonds. Sie unterliegen quasi keinen Beschränkungen und investieren ebenfalls in Aktien, aber auch in Optionsscheine und Rohstoffe. Somit erzielten sie in der Vergangenheit höhere Renditen als Aktienfonds und konnten auch bei einem rückgängigen Markt Gewinne erzielen. Für Anleger, die zwar an der Rendite der Aktienmärkte teilhaben wollen, die aber das Risiko scheuen, wurden in der Vergangenheit verstärkt Garantiefonds aufgelegt. Diese garantieren zum Ablauf des Fonds (meist nach 5 Jahren) die eingezahlte Summe, hinzu kommt die erwirtschaftete Rendite. Für diese Sicherheit muss jedoch eine Gebühr gezahlt werden. So nehmen Garantiefonds oft nur zu 70% an den positiven Gewinnen des Fonds teil. Auch der Bereich der Immobilienfonds wird von Anlegern gern genutzt. Hierbei unterscheidet man jedoch offene von geschlossenen Immobilienfonds.

Der offene Immobilienfonds investieren in mehrere (meist 100) Objekte und erzielt hierdurch eine Risikostreuung. Die Renditen liegen hier zwischen 4%-6% p.a. Auch können die Fondsanteile wie bei Aktienfonds jederzeit an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden. Anders bei geschlossenen Immobilienfonds. Sie investieren das Geld der Anleger lediglich in ein Projekt, etwa den Kauf oder Bau eines Einkaufszentrums. Dies ist natürlich deutlich risikoreicher, da ein Fehlinvestment oder der Auszug von Mietern den Totalverlust der Anlage bedeuten können. Auch weisen geschlossene Immobilienfonds eine sehr lange Laufzeit zwischen 15 und 20 Jahren auf. Während der Laufzeit können die Fondsanteile zudem nur über einen Zweitmarkt und dann mit hohen Verlusten verkauft werden. Geschlossene Fonds gibt es aber auch aus anderen Bereichen. So investieren Medienfonds in Filmprojekte, der Erträge werden dann aus den Spieleinnahmen erzielt. Auch Schiffsbeteiligungen oder die Beteiligung an Containern erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der Schiffsverkehr nimmt aufgrund der Globalisierung weiter zu. Daher werden sowohl Container als auch Frachtschiffe nachgefragt. Diese geschlossenen Fonds kaufen daher Container oder Schiffe, die Anleger beteiligen sich als Unternehmer hieran. Bei Schiffsbeteiligungen wie auch bei Containern werden diese anschließend an andere Unternehmen verpachtet, der Ertrag wird an die Anleger ausgeschüttet. Diese Erträge liegen durchschnittlich zwischen 8% und 12% p.a. Eine Beteiligung an einem Schiff hat für den Anleger aber auch weitere Vorteile. So gilt bei Schiffen, dass die Erträge über die Tonnagesteuer versteuert werden. So sind nur zwischen 0,1% und 0,4% der tatsächlichen Gewinne steuerlich anzugeben. Schiffsbeteiligungen sind daher für Menschen mit einem hohen Einkommenssteuersatz oder mit ausgeschöpftem Freibetrag interessant. Auch die Beteiligung an Schiffen und Containern sowie an Medienfonds wird durch eine Laufzeit bestimmt, die zwischen 5 und 20 Jahren liegt. Die Anlage geschlossener Fonds ist meist erst ab Beträgen von EUR 5.000 möglich, einige Fondsgesellschaften fordern auch mindestens EUR 15.000. Um das unternehmerische Risiko geschlossener Fonds einschätzen zu können, sollte jeder Anleger vor einem Investment das Fondsprospekt studieren.

 
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