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Betriebsschließungsversicherung



Die Betriebsschließungsversicherung stellt eine besondere Form der Betriebsunterbrechungsversicherung dar. Sie wird vorrangig von Unternehmen in der Lebensmittelbranche abgeschlossen.
Wenn Behörden feststellen, dass von dem Betrieb, seinen Mitarbeiten oder den Waren Gefahren wie Seuchen oder Salmonellen ausgehen, wird der Betrieb häufig auf behördliche Anweisung geschlossen.
Dies kann für den Betrieb selbst das finanzielle Aus bedeuten, wenn er nicht gegen derartige Ausfälle abgesichert ist. Die Betriebsschließungsversicherung springt dann ein und zahlt dem Versicherungsnehmer einen vereinbarten Tagessatz, jedoch längstens bis zu einer Dauer von 30 Tagen. Damit sollen der entgangene Gewinn sowie die weiter laufenden Kosten abgedeckt werden.
Die Behörden können ebenfalls einzelnen oder auch allen Mitarbeiter gegenüber ein Tätigkeitsverbot aussprechen, wenn von ihnen eine Gefahr ausgeht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie eine ansteckende, schwere Krankheit haben oder der Träger von evtl. Seuchen sind. Auch die Kosten für die ausgefallenen Mitarbeiter übernimmt dabei die Betriebsschließungsvereinbarung.
Sie trägt den kompletten Bruttolohn der Arbeitnehmer und sorgt so für einen Ausgleich der fehlenden Arbeitskraft bzw. für die Möglichkeit eine Ersatzkraft einzustellen. Diese wird auch dann bezahlt, wenn der Inhaber selbst oder dessen mitarbeitender Ehegatte nicht im Betrieb arbeiten dürfen.
Müssen Waren vernichtet werden, weil von diesen ein Risiko ausgeht, so ist auch deren Wert durch die Betriebsschließungsversicherung zu ersetzen.
Gleiches gilt für Schäden, die durch eine behördlich angeordnete Desinfektion des Betriebes entstanden sind. Auch die Kosten der Desinfektion selbst übernimmt die Betriebsschließungsversicherung, genauso wie die Kosten für behördlich angeordnete Ermittlungs- oder Beobachtungsmaßnahmen.
Die Betriebsschließungsversicherung leistet jedoch nicht, wenn Waren bereits bei Anlieferung verseucht waren. Auch die Waren, die unter Eigentumsvorbehalt stehen, werden durch die Betriebsschließungsversicherung nicht ersetzt.
Ebenfalls können keine Schäden geltend gemacht werden, für die eine Entschädigung vom Staat zu zahlen ist. Schäden die durch Naturereignisse entstehen, wie Hochwasser, Grundwasser oder die Ableitung von Betriebsabwässern werden ebenfalls nicht von der Betriebsschließungsversicherung übernommen.
 
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