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Sparbuch



Nach wie vor gehört das Sparbuch zu den beliebtesten Geldanlagen der Deutschen. Warum das so ist, das kann man eigentlich kaum sagen. Vermutlich liegt es an der Nostalgie der Deutschen, denn das gute alte Sparbuch weckt schließlich in jedem von uns Erinnerungen aller Art. Andere Dinge dagegen sprechen wohl kaum noch für das Sparbuch.
Die Verzinsung ist sehr gering und liegt häufig noch weit unterhalb von einem Prozent, gute Angebote liegen zwischen einem und zwei Prozent Zinsen, was auch nicht gerade viel ist. Dennoch liegen bundesweit viele Millionen Euro auf den Sparbüchern. Sicher liegt das auch daran, dass man sich einfach keine Gedanken darüber macht, welche anderen Geldanlagen sinnvoller sein könnten.
Im Grunde lässt sich dies jedoch ganz einfach heraus finden. Denn jede Geldanlage wird nach den gleichen Kriterien beurteilt. Zum einen zählen Sicherheit, zum anderen Liquidität und Rendite der Anlage eine besonders wichtige Rolle. Zugegeben, sicher ist das Geld auf dem Sparbuch, zumindest, wenn die eigene Bank dem Einlagensicherungsfonds angehört.
Denn dann kann das Geld auf dem Sparbuch auch ausgezahlt werden, wenn die Bank selbst zahlungsunfähig wird.
Mit der Liquidität sieht es dagegen schon anders aus.
Benötigt man kurzfristig Geld vom Sparbuch, so kann man meist nur über einen Betrag von 2.000 Euro verfügen. Weitere Zahlungen werden mit Vorfälligkeitsentschädigungen belegt, die an die Bank zu zahlen sind. Diese sind dabei aber oft so hoch bemessen, dass sie die Zinsen, die man durch das Geld auf dem Sparbuch erhält, vollständig aufbrauchen. Andernfalls muss man das Sparbuch aufkündigen, was meist nur mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist möglich ist.
Erst nach Ablauf dieser Zeit kann man dann über das gesamte Geld verfügen. Einen Betrag von bis zu 2.000 Euro erhält man hingegen monatlich, benötigt man mehr Geld, muss man dann warten bis zum nächsten Monat, will man das Sparbuch nicht kündigen und auch keine Vorfälligkeitsentschädigungen zahlen.
Im Vergleich zum Tagesgeldkonto kann das Sparbuch aufgrund dieser Tatsachen einfach nicht mithalten. Denn hier gibt es doch deutlich höhere Zinsen, die sich oftmals zwischen drei und vier Prozent einpendeln.
Auch beim Tagesgeldkonto kann man jederzeit über sein Vermögen verfügen, es wird hier kein bestimmter Zeitraum festgelegt, innerhalb dessen man nicht an sein Geld heran kommt. Auch eine Kündigungsfrist muss hierbei nicht eingehalten werden. Durch diese Vorteile kann man sicher davon ausgehen, dass Tagesgeldkonten in Zukunft das Sparbuch nahezu ersetzen werden.
 
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